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Samstag, den 29. April 2017

Festgeld versus Tagesgeld


Frau mit Sparschwein
Das Tagesgeldkonto und die Festgeldanlage haben sich in den vergangenen Jahren zu den heimlichen Lieblingen der Sparer entwickelt. Dazu beigetragen haben sicherlich die Popularität, die hervorragenden Konditionen und das Internet. Die Frage, die sich vielen stellt: Soll ich mein Kapital lieber auf ein Tagesgeldkonto übertragen oder es für ein paar Jahre fest anlegen? Eine Antwort, die jedem pauschal den richtigen Weg weist, gibt es nicht. Dafür spielen zu viele individuelle Faktoren eine Rolle.

Vom Grundgedanken her sind beide Anlageformen weitgehend identisch: Die Bank belohnt den Sparer dafür, dass er sein Kapital anlegt, mit Zinsen. Beim Tagesgeld richten sie sich unter anderem nach dem Betrag, der investiert wird, teilweise auch nach dem Kundenstatus, also Neu- oder Bestandskunde. Beim Festgeld orientiert sich die Verzinsung ausschließlich an der Laufzeit und steigt mit dem Anlagezeitraum. Wer eine Festgeldanlage über sechs Jahre vereinbart, erhält mehr als jemand, der sein Kapital nur für ein oder zwei Jahre festlegt.

Tagesgeld ist flexibler als Festgeld

Nur anhand der Zinsen sollte die Entscheidung für Fest- oder Tagesgeld jedoch nicht getroffen werden. Denn der elementare Unterschied ist die Flexibilität. Das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto steht täglich zur freien Verfügung. Wird Geld benötigt, reicht ein Übertrag auf das laufende Konto. Das restliche Kapital wird weiterhin verzinst. Beim Festgeld besteht diese Möglichkeit nicht, es sei denn, man möchte den Vertrag vorzeitig auflösen und das Festgeld kündigen, auf die Zinsen verzichten und gegebenenfalls sogar eine Strafgebühr zahlen. Wer absolut flexibel bleiben möchte, fährt mit Tagesgeld also besser.

Festgeld ist oft an einen Mindestanlagebetrag gebunden

Einen kleinen Vorteil bietet das Tagesgeldkonto auch im Bezug auf die Anforderungen. Eine Mindestanlage ist beim Tagesgeld die absolute Ausnahme. Bei den meisten Banken reicht ein Euro Guthaben aus, um Zinsen zu erhalten. Festgeld hingegen ist in der Regel erst ab einer Summe x – zwischen 2.500 und 5.000 Euro – möglich. Diese Hürde muss erst einmal genommen werden, um den Genuss von Festgeldzinsen zu kommen. Wer nicht so viel Geld auf einen Schlag anlegen möchte, dazu noch für einen festen Zeitraum, für den ist das Tagesgeldkonto besser geeignet.

Mix aus Fest- und Tagesgeld

Die optimale Lösung ist ein Mix aus beiden Geldanlagen. Das Kapital, über das man jederzeit verfügen möchte, kommt auf ein Tagesgeldkonto und wird dort verzinst. Beträge darüber hinaus, sofern der Mindestanlagebetrag erreicht wird, sind auf einem Festgeldkonto gut aufgehoben. Empfehlenswert sind kurz- bis mittelfristige Anlagezeiträume, um schnell genug auf Veränderungen beim Zinsniveau reagieren zu können.

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