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Dienstag, den 14. Juli 2020

Anlageberatung laut Stiftung Warentest nach wie vor schlecht

20.07.2010 - Anlageberatung laut Stiftung Warentest nach wie vor schlecht

Gerade erst ist die Finanzkrise so einigermaßen überstanden und die Fehler wurden zumindest teilweise analysiert und angegangen, da trifft der neueste Test von Stiftung Warentest (ausführlich in der August-Ausgabe von Finanztest) zur Anlageberatung deutscher Banken wie ein Schock, denn das niederschmetternde Ergebnis weist den Banken nahezu katastrophale Noten aus. Von 21 getesteten Banken wies bei keiner einzigen die Anlageberatung das Testurteil „gut“ auf und ganze 6 Banken erhielten gar die Wertung „mangelhaft“. Laut Stiftung Warentest weist die deutsche Anlageberatung eine ganze Reihe von Problemen auf, die nun etwas genauer vorgestellt werden.

Anlageberater hielten sich oftmals nicht an die gesetzlichen Vorgaben

Eines der größten Probleme scheint tatsächlich darin zu bestehen, dass die Anlageberater klare gesetzliche Vorgaben zum Teil missachteten. Gerade die Beratung im Bereich der Wertpapierkäufe wies erhebliche Mängel auf, denn in der Hälfte aller Fälle seien gar keine schriftlichen Protokolle angefertigt oder diese auch auf Nachfrage nicht an die Kunden ausgehändigt worden. Dies ist jedoch seit Anfang 2010 genauso gesetzlich vorgeschrieben wie die Frage nach dem Ziel der Geldanlage und den finanziellen Verhältnissen, die jedoch bei den Testkunden oftmals ebenfalls unterblieb.

Aktueller Bankentest fällt verheerender aus als vor einem Jahr

Bereits vor einem Jahr hatte Stiftung Warentest einen solchen Bankentest vorgenommen, der zwar ebenfalls schlecht ausfiel, jedoch von diesem Ergebnis in negativer Hinsicht noch übertroffen wird. So sind damals nur 2 statt 6 Banken mit der Note „mangelhaft“ versehen worden, wenn auch wie heute keine einzige Bank „gut“ oder „sehr gut“ in Bezug auf die Anlageberatung vorweisen konnte. Es bleibt nun abzuwarten, wie das Verbraucherschutzministerium auf diesen Test reagiert, denn schon beim letzten Mal mahnte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Banken, ihren Beratungsservice im Anlagebereich zu verbessern, was im Hinblick auf dieses Testergebnis wohl bisher kaum geschehen ist.       

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