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Montag, den 06. Juli 2020

EZB hält Leitzinsen auch weiterhin niedrig

04.11.2010 - EZB hält Leitzinsen auch weiterhin niedrig

Die Leitzinsen in der Eurozone bleiben auch weiterhin auf dem historisch niedrigen Niveau von 1,0%. Zu diesem Ergebnis kam der EZB-Rat auf der heutigen Sitzung, wobei diese Entscheidung auf Experten-Ebene allgemein erwartet worden war. Damit zeigt die EZB Kontinuität, denn der Leitzins liegt bereits seit Mai 2009 auf diesem niedrigen Stand und viele Experten glauben zudem, dass sich an dieser Zinspolitik auch bis Ende 2011 nichts ändern wird, weil es aktuell wohl keine große Inflationsgefahr gibt und die Konjunktur in manchen Euro-Ländern noch ziemlich wackelig auf den Beinen steht.

EZB distanziert sich mit eigener Geldpolitik von der FED

Die Europäische Zentralbank hat mit diesem Zinsschritt gezeigt, dass sie auch weiterhin eine „Geldpolitik der ruhigen Hand“ durchführen möchte und sich von den Maßnahmen der amerikanischen Notenbank (FED), die wieder einmal für 600 Milliarden Euro Anleihen kaufen möchte, abhebt. Auf diese Weise könnte die EZB letztlich sogar deeskalierend wirken, denn sowohl Japan als auch China haben sehr befremdlich auf die Absicht der FED reagiert und kündigten Gegenmaßnahmen an. Es bleibt also nach wie vor spannend im Währungskampf und man kann nur hoffen, dass sich daraus keine große Abwertungsspirale entwickelt.

Festgeldzinsen werden auf längere Sicht eher klein ausfallen

Als Festgeldanleger kann man sich über die Nachricht der EZB nicht unbedingt freuen, denn diese bringt auch weiterhin nur geringe Festgeldzinsen mit sich. Mit den Leitzinsen bestimmt die Zentralbank nämlich den Zinssatz, zu dem sich die Banken Geld von ihr leihen können. Liegen diese Zinsen sehr niedrig, zahlen auch die Geschäftsbanken den Festgeldanlegern nur geringe Renditen, weil es ja keinen Grund gibt, viel mehr Kosten für Liquidität auf sich zu nehmen, die man anderweitig günstiger bekommt. Sollte die EZB wirklich erst Ende 2011 an der Zinsschraube drehen, erwartet die Anleger also noch ein weiteres mageres Jahr.

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