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Freitag, den 03. Juli 2020

EZB reagiert auf Krise

08.12.2011 - EZB reagiert auf Krise – Schnell sein kann sich jetzt bezahlt machen

Wie von vielen Experten bereits erwartet, hat die Europäische Zentralbank bei der heutigen EZB-Ratssitzung die Leitzinsen von bisher 1,25% auf 1,00% gesenkt, um der schwächelnden Konjunktur entgegenzuwirken und die Banken in der Krise mit ausreichend Kapital zu versorgen. Dies geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur „Reuters“ hervor, in der zudem erklärt wird, dass sehr viele Experten ebenfalls von einer Lockerung der Anforderungen an die Sicherheiten ausgehen, die die Geschäftsbanken bei der EZB für Zentralbankgeld vorweisen müssen.
Wie wirkt sich die Leitzinssenkung für Sparer aus?
Als Anleger im Bereich Tagesgeld oder Festgeld ist eine Senkung der Leitzinsen eigentlich immer eine schlechte Nachricht. Dies liegt daran, dass es die EZB mit niedrigeren Leitzinssätzen den Banken ermöglicht, sich günstiger Kapital zu beschaffen. Damit sinkt für die Geschäftsbanken der Druck, sich um private Spareinlagen zu bemühen, was im Regelfall Zinssenkungen für Sparer mit sich bringt. Somit dürfte es also ziemlich wahrscheinlich sein, dass die Festgeld- und Tagesgeldanbieter in den nächsten Wochen ihre Angebote mit geringeren Renditen ausstatten.
Welche Möglichkeiten bleiben dem Anleger?
Wer sich für ein Festgeldkonto interessiert, sollte möglichst schnell zugreifen, denn schon in der nächsten Woche könnten die Zinsen gefallen sein. Gerade im Festgeldbereich hat man als Anleger die Möglichkeit, sich die aktuell noch attraktiven Zinssätze für die Zukunft zu sichern. Wer beispielsweise heute ein Festgeldkonto mit einer Anlagesumme von 10.000 Euro und 2 Jahren Laufzeit eröffnet, erhält dafür knapp 3,50% Zinsen pro Jahr. Dies ergibt 350 Euro pro Jahr und 700 Euro während der gesamten Anlagedauer. Sollten in der nächsten Woche die Zinssätze gesenkt werden und die Banken stellen bei der Laufzeit nur noch Zinssätze von 2,50% p.a. zur Verfügung, würde die jährliche Rendite auf 250 Euro schrumpfen und man bekommt im gesamten Anlagezeitraum insgesamt nur 500 Euro. Somit könnte ein kurzes Zögern in diesem Beispiel eine jährliche Einbuße von bis zu 100 Euro mit sich bringen. Natürlich lässt sich die genaue Reaktion der Geschäftsbanken nicht abschätzen, aber man sollte als Anleger mit tendenziell sinkenden Zinsen rechnen, so dass sich ein schnelles Investment lohnen kann.

Bild © Alterfalter - Fotolia.com

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