Sie sind hier: festgeldvergleich.org > Startseite > Commerzbank
Freitag, den 03. Juli 2020

Kirchensteuer: Anleger erhalten Post von ihrer Bank

14.04.2014 - Kirchensteuer: Anleger erhalten Post von ihrer Bank

KirchensteuerAnleger und Sparer erhalten regelmäßig Post von ihrer Bank. Im Allgemeinen geht es dabei um Rendite- und Zinsmitteilungen, Nachweise für die Einkommenssteuererklärung oder neue Anlageprodukte. Seit einiger Zeit schreiben die Geldinstitute ihre Kunden aber aus einem anderen Grund an – es geht um die Kirchensteuer. Bisher haben Anleger die Wahl, ob ihre Bank diese direkt aus den Kapitalerträgen abführt oder die Abgabe über die Einkommenssteuererklärung geltend gemacht wird.

Zum 1. Januar 2015 ändert sich dieser Sachverhalt. Banken ziehen dann die Kirchensteuer von den Erträgen direkt ab und führen diese – zusammen mit der Abgeltungssteuer – an die Finanzämter ab. Wer die Informationsschreiben der Banken ignoriert, muss sich in Zukunft also um nichts mehr kümmern.

Religionsabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern

Daten, welche die Geldinstitute zum Einzug der Kirchensteuer benötigen (also die Religionszugehörigkeit), werden vorab beim Bundeszentralamt für Steuern abgefragt. Bankkunden, die sich bezüglich der Religion nicht über die Schulter schauen lassen wollen, müssen hier einen Sperrvermerk eintragen lassen. Die Frist dazu läuft Ende Juni 2014 aus. Machen Anleger davon Gebrauch, kommen sie nicht um die Zahlung der Kirchensteuer herum – sie verlagern deren Abzug nur, da die Abgabe weiterhin über die Einkommenssteuererklärung anfällt.

Übrigens: Auch Bankkunden, die keiner Konfession angehören, werden derzeit angeschrieben. Dieser Personenkreis kann die Schreiben in der Regel ruhigen Gewissens ignorieren, sollte aber im Voraus über Steuerbescheide oder Gehaltsabrechnungen den korrekten Eintrag der Konfessionslosigkeit prüfen.

Freibeträge nutzen und Steuern sparen

In Zeiten niedriger Zinsen sind Steuern und Abgaben auf die Erträge lästig und zehren die Rendite auf. Um dies zu verhindern, ist die clevere Nutzung der Sparer-Pauschbeträge sinnvoll. Ehepaare können hiermit bis zu 1.602 Euro steuerfrei vereinnahmen, bei Singles entspricht der Freibetrag genau 801 Euro.

Noch Fragen, Tipps oder Anregungen? Dann können Sie sich einfach per Live-Chat oder Telefon zwischen 8 – 17 Uhr (an Werktagen) an uns wenden.


Bild © WoGi - Fotolia.com

Zinswecker



Zinsradar