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Donnerstag, den 09. Juli 2020

Wie sicher sind die Anlagebeträge?

15.04.2013 - Wie sicher sind die Anlagebeträge?

Erst Griechenland, jetzt Zypern – die Liste der Länder, deren Finanzsituation wenig gläsern, dafür umso spröder ist, reißt nicht ab. Und mit jeder neuen Hiobsbotschaft wächst die Angst. Die Angst davor, irgendwann die Ersparnisse zu verlieren. Diese Sorge ist nachvollziehbar. Experten halten es allerdings für völlig überzogen, in der Bundesrepublik eine derart düstere Zukunftsmusik anzustimmen. Sie verweisen auf die solide wirtschaftliche Lage, die durch hohe Dividendenzahlungen der DAX-Konzerne unterstrichen wird, und die Einlagensicherung.
 
Die Sicherungsgrenze
 
100.000 Euro je Kunde und Bank schreibt die EU als Sicherungsgrenze vor. Dieses „Ruhepolster“ wurde nach den ersten Ausläufern der Finanzkrise 2008 neu definiert, um das Vertrauen der Sparer und Anleger in die Banken wieder zu festigen. Denn schon vor knapp fünf Jahren herrschte Verunsicherung. Die Europäische Union hob daraufhin die gesetzliche Einlagensicherung schrittweise von 20.000 auf 50.000 und auf aktuell 100.000 Euro an. An diese Vorgabe halten sich – zumindest auf dem Papier – alle Mitgliedsstaaten. Ob die Einlagensicherungssysteme im Fall der Fälle auch in der Lage sind, alle Ansprüche zu befriedigen, steht auf einem anderen Blatt.
 
Für Sparer heißt das: Sie sollten nicht nur auf den Zins einer Festgeldanlage achten, sondern auch darauf, wo die Bank ihren Sitz hat und wie die Einlagensicherung organisiert ist (Hinweis: Finden Sie in unserem Festgeld Vergleich unter dem Punkt Einlagensicherung). Denn Top-Angebote kommen häufig aus dem Ausland. Dass man damit gewaltig auf die Nase fallen kann, hat die Pleite von Kaupthing Edge (Island) bewiesen. Auf der anderen Seite gibt es Banken aus Österreich, Großbritannien und den Niederlanden, die auf dem deutschen Festgeldmarkt aktiv sind und als äußerst solvent gelten. Ausländische Anbieter pauschal als „riskante Wahl“ abzustempeln, wäre also absurd.
 
In der Krise gilt: Geld mit Bedacht anlegen
 
Wichtig ist es jetzt, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, zumal die Finanzkrise die bisherigen Anlagetipps nicht außer Kraft setzt. Die ehernen Regeln werden vielmehr bestätigt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem die Sicherungsgrenze von 100.000 Euro. Mehr Geld sollte bei Unternehmen, die ausschließlich der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen, nicht investiert werden. Jeder Cent darüber hinaus ginge bei einer Pleite verloren. Angenommen, es wurden 150.000 Euro auf ein Festgeldkonto eingezahlt, müsste man sich von 50.000 Euro verabschieden, und zwar ohne Wenn und Aber. Deshalb ist es ratsam, das Kapital bei größerem Vermögen auf mehrere Banken aufzuteilen und dabei auf den einen oder anderen Zehntelprozentpunkt Rendite zu verzichten. Denn die Sicherheit der Einlagen geht vor.
 
Sparer, die auch nur den geringsten Zweifel daran haben, dass eine Bank möglicherweise mehr verspricht, als sie auf Dauer halten kann, sollten auf ihr Bauchgefühl hören. Sonst nagen die Zweifel die gesamte Festgeldlaufzeit über an der Seele. In dem Fall ist es besser, eine Bank zu wählen, die einem freiwilligen Einlagensicherungssystem angehört. Das trifft auf nahezu alle deutschen und auch einige ausländische Banken zu. Sie gewähren einen Schutz von weit mehr als 100.000 Euro. Das lässt viele Sparer deutlich ruhiger schlafen.


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