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Samstag, den 01. Oktober 2022

Freistellungsauftrag für 2014 prüfen

09.12.2013 - Freistellungsauftrag für 2014 prüfen

Einmal ausgefüllt und unterschrieben, landen die meisten Freistellungsaufträge im Ordner und werden nicht mehr beachtet. Dabei bergen die Formulare durchaus Einsparpotenzial. Man muss sich nur die Mühe machen und die Daten zumindest einmal im Jahr prüfen. Schließlich verändern sich neben dem Anlageverhalten auch die Konditionen vieler Produkte oder es werden neue Verträge abgeschlossen. Passt man die Freistellungsaufträge nicht an und belässt alles beim Alten, fließt möglicherweise mehr Geld ans Finanzamt als unbedingt nötig.
 
Sparerpauschbetrag effektiv nutzen
 
Damit würde der eigentliche Sinn und Zweck eines Freistellungsauftrages konterkariert: Den Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 bzw. 1.602 Euro bei Paaren optimal zu nutzen. Dieser Freibetrag kann nach Belieben auf mehrere Banken aufgeteilt werden und gilt dort dann für alle Produkte, mit denen ein Kapitalertrag erzielt wird, ob nun Festgeldanlage, Tagesgeld oder das Depot.
 
Auf Veränderungen reagieren und Steuern sparen
 
Nun ändern sich allerdings ab und an die Vorzeichen, wird Kapital vom Tagesgeldkonto umgebucht und bei einer anderen Bank als Festgeld investiert. Oder es fließt Geld vom Girokonto bei der Hausbank auf ein Depot bei einem Onlinebroker. Das sind ganz normale Vorgänge im Rahmen der Anlageoptimierung, die sich dann auch in den Freistellungsaufträgen widerspiegeln sollten. Heißt: Werden bei einer Bank künftig weniger Zinsen erzielt oder bei einem Broker im kommenden Jahr höhere Gewinne eingefahren, muss der im Freistellungsauftrag genannte Betrag entsprechend nach unten oder oben korrigiert werden. Immer unter der Prämisse, dass der Sparerpauschbetrag nicht überschritten wird. Anderenfalls meldet sich das Finanzamt mit unangenehmen Fragen.
 
Vorausschauend planen: künftige Zinszahlungen beachten
 
Der Jahreswechsel ist für diese Zwecke ideal. Man hat einen gewissen Überblick zu den Transaktionen, die im Laufe der vergangenen Monate getätigt wurden und weiß, ob im kommenden Jahr eine Festgeldanlage zur Auszahlung gelangt. Entsprechend der eigenen Hochrechnungen sollten die bislang eingereichten Freistellungsaufträge kontrolliert und angepasst werden. Wurde ein neues Anlagekonto bei einer weiteren Bank eingerichtet und liegt noch kein Freistellungsauftrag vor, wäre dafür jetzt ebenfalls Zeit. Entscheidend ist, dass der Antrag unterschrieben und hinterlegt wurde, ehe die ersten Zinsen oder Gewinne gezahlt werden. Ansonsten führt die Bank 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ab. Weitere Infos dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Freistellungsauftrag.
 
Spardose Tagesgeld – auch Kleinbeträge läppern sich
 
Unser Tipp: Auch wenn andere Produkte im Moment attraktiver scheinen und eine höhere Rendite versprechen, macht es wenig Sinn, ganz auf ein Tagesgeldkonto zu verzichten. Tagesgeld ist und bleibt die flexibelste Anlage- und Sparform. Statt das Kapital auf dem Girokonto oder einem Sparbuch zu belassen, ist es auch weiterhin besser auf einem Tagesgeldkonto aufgehoben und steht jederzeit zur freien Verfügung. Der große Vorteil: Es können auch Kleinbeträge gespart werden, für den Urlaub, das neue Auto, eine Waschmaschine oder generell für Reparaturen. Selbst, wenn monatlich oder in einem anderen Turnus immer nur ein paar Euro umgebucht werden, läppert es sich und wird – anders als auf den meisten Girokonten – verzinst. Von daher muss auch hier auf den Freistellungsauftrag geachtet werden.


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